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Vor der Pädagogischen Hochschule auf dem großen Platz
des Martinsbergs sind mehrere Natursteinbänke aufgestellt.
Eine Sitzbank
davon fiel durch ihre Beschädigung auf: Aus der Rechteckform
war die Mitte herausgerissen, so daß zwei unregelmäßige
Reststücke
auf jeder Seite der ursprünglich einen Bankfläche übrigblieben.
Diese beiden Flächen wählte ich für meinen Kreidegrundauftrag
aus,
um während einer Woche eine Vielzahl von dünnen Schichten,
bestehend aus Knochenleim, Zinkweiss, Champagnerkreide und
Leinölfirnis, aufzubringen - ein Gemisch, das nur eine kurze
Zeitlang verarbeitet werden kann und aufwendig in der Herstellung
ist.
Ergebnis ist eine wunderbar feine, leuchtende Oberfläche, die
seit dem Mittelalter als Malgrund verwendet wird. Meine Intention
war
es allerdings, die Flächen nicht selbst weiterzubearbeiten,
sondern diese nach dem Fertigstellen der Witterung und den Besuchern
und Benutzern des Platzes und seiner Bankflächen zu überlassen.
Schon zum Zeitpunkt der Eröffnung der Ausstellung -eine Woche
nach dem Symposium- waren die Flächen sichtlich genutzt worden.
Nach nahezu fünfmonatiger Ausstellungszeit fanden sich nur
noch Spuren und kleinere Reststücke des Kreidegrundauftrags.
siehe auch 4 Bildgründe (S-O-N-W)
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